Am 29. März kamen im Eversdorfer Forst zwischen Wismar und Grevesmühlen rund 30 Grünen-Mitglieder und Sympathisant:innen zusammen um Bäume zu pflanzen. Auf rund 3000 Quadratmetern setzten sie 1000 winzige Buchen in die vorbereitete Erde. Organisiert hatte die Aktion KV-Sprecherin Lysann Schmidt-Blaahs, unterstützt vom Verein Schutzgemeinschaft Deutscher Wald MV. Viele Grünen-Mitglieder haben Bäume gespendet.
Normalerweise arbeiten die Förster am liebsten mit einer natürlichen Verjüngung ihres Waldes. Mit dem richtigen Licht und der richtigen Wilddichte entstehen auf diese Weise wunderschöne Mischwälder – die Mutterbäume sind schon da, und die Samen fallen direkt auf den fruchtbaren Boden.
Doch manchmal ist das eben nicht möglich, so wie auf dem Stück im Eversdorfer Forst, direkt neben den bekannten Großsteingräbern. Zuvor wuchsen hier Fichten in Monokultur – ein Kunstprodukt, das durch einen Sturm gefällt wurde. Nur ein einziger Baum steht noch. Hätte man das Areal sich selbst überlassen, würden sich dort vor allem Brombeeren ausbreiten, wie der Förster Peter Rabe erklärt. “Deshalb müssen wir hier nur noch einmal künstlich nachhelfen, indem wir vornehmlich Laubbäume aus einheimischen Baumschulen nehmen und sie mit Eurer Hilfe in die Erde stecken.”
Die zarten Wurzeln der Pflänzchen werden feucht gehalten, bis sie in den Boden gesetzt werden können. Die Freiwilligen arbeiteten in Zweierteams – eine Person hebt die Löcher aus, und der andere setzt vorsichtig die kleinen Buchen hinein. Am Ende stehen auf dem gesamten Feld die kleinen Buchen
In 100 Jahren werden nach den Worten des Försters auf dem Waldstück hohe Buchen stehen, und vielleicht ein paar Weißtannen, Lärchen oder Ahorne, die die Natur anfliegen lässt. In den nächsten 20-30 Jahren pflegen die Förster das Areal und schauen, dass möglichst mehrere Baumarten anwachsen. Wir werden uns regelmäßig davon überzeugen und den kleinen Buchen beim Wachsen zuschauen.
Wo? Vom Parkplatz an der B105 über die Straße und den Feldweg hochgehen. Es handelt sich um das hintere Pflanzgebiet, das nicht umzäunt ist. Das vordere Areal an der Straße wurde 2024 mithilfe von Fördermitteln bepflanzt.





