Mit Alice im Wunderland (Ein Märchen, oder so.)

Es war einmal in einem Land, das schon immer zwischen merkwürdig und sehr merkwürdig schwankte. Da gab es eine Partei. Sie hieß „Alternative zum Denken“ und hatte ganz extreme Eigenschaften, denn sie konnte sich an ihren eigenen Lügen aus dem Dreck ziehen. Der Dreck war braun und klebrig und die Lügen so dreist, dass viele glaubten, es müsse die Wahrheit sein, da man etwas derartig Blödes gar nicht erfinden könne. Auch hatten die Freunde dieser Partei Spaß daran, dass man zu den Reden der Parteiführer ganz herrlich im Takt klatschen und schunkeln konnte. Die Chefin war blond und schimpfte auf alle, die das nicht waren. Die meisten der Anhänger waren nicht blond, vergaßen das aber immer wieder. Sie tranken dann ein Bier, wie das in diesem Land so üblich war, und riefen „Genau!“

Die Chefin hieß Alice. Sie setzte manchmal ihr braunes Käppchen auf und ging durch den Wald, um die Wölfe zu füttern. Die hatten aber Angst vor ihr, weil die Partei ihren Anhängern versprochen hatte, alle Wölfe zu erschießen. Eines Tages war sie mal wieder dort unterwegs, und als die Wölfe wegliefen, aß sie das Hackfleisch selber auf und trällerte ein Liedchen, das von ihrem Land handelte, welches besser als alles andere auf der Welt sei. Von diesen Geräuschen angelockt, kam ein Frosch angehüpft. Er setze sich neben sie auf den Stumpf eines Baumes, der den sauren Regen nicht überlebt hatte, und sprach: „ Moin, ich bin Toni und wenn Du mich küsst, verwandle ich mich in einen Maler. Die Einwohner dieses Landes lieben Maler in Führungspositionen und zusammen können wir ihnen noch ein paar Tricks mehr zeigen“. Alice küsste den Frosch leicht angeekelt, aber sofort wurde er zu einem feschen Malermeister, der nur in Interviews noch manchmal wie ein Frosch guckte. Er brachte dann auch viele Vettern und Basen mit in die Partei, sorgte gut für sie und alle waren glücklich und tranken ein Bier.

So reisten sie durch die Lande und versprachen den Leuten, aus Stroh Gold zu machen. Das fanden fast alle völlig normal, die Schlauen unter ihnen machten sich nur Sorgen, ob hinterher ihre Köpfe nicht zu schwer würden. Aber dann vergaßen sie es und tranken lieber noch ein Bier. Ihre Kleider bekamen die zwei Hübschen von einem Schneider aus Thüringen, der weit im Westen gelernt hatte, Lügen zu ganz feinen Fäden zu spinnen und daraus Stoffe zu weben, die schillerten und glänzten. Man konnte sie aber nur sehen, wenn man die Fähigkeit besaß, auch aus alternativen Fakten Wahrheiten zu spinnen. Aber das konnten ganz viele der Parteianhänger und sie wurden auch auf Wahlplakaten darauf hingewiesen. Sie sagten dann zu Alice „Nein, Dein Hosenanzug glänzt so fein und leuchtet wie ein Feuer aus Parteiprogrammen der Grünen“ oder zu Toni „ Was für ein toller Frack. So schwarz wie die Asche des Grundgesetzes“. Das freute die dann sehr und sie tranken zusammen ein Bier.

So ging es nun weiter bis eines Tages ein kleines Mädel mit einer grünen Mütze und Antifa-Hemdchen, es kann auch ein kleiner Junge gewesen sein oder irgendetwas dazwischen, rief: „Ihr habt ja fast nichts an, nur so ein Mankini-Ding wie Borat. Friert ihr nicht?“. Da sagten beide „Nein, du frecher Zwerg“, das Kind kriegte eine geklebt für Sehbehinderte. Den Eltern war das sehr peinlich, sie grüßten, wie es sich gehörte und tranken lieber schnell noch ein Bier. Denn ganz so einfach verschwindet so etwas eben nicht.

Ja, und dann waren da noch die paar anderen Einwohner, die sich „die Demokraten“ nannten. Sie waren ganz böse auf Alice und Toni, ärgerten sich darüber, dass so viele die mochten und sagten: „Mit denen reden wir nicht, und überhaupt sollten sie verboten werden, bevor es zu spät ist. Wer die wählt ist ja blöd“. Da lachte Alice listig und antwortete: „Von wegen Demokraten, haha, seid ihr gar nicht! Demokraten reden mit jedem und achten den Willen des Volkes. Für Demokraten hat die Mehrheit eben immer recht und ist nie blöd“. Da ärgerten sich die Demokraten saumäßig, weil sie eigentlich beides glauben wollten und nicht wussten, was jetzt richtig war und was sie nun machen sollten. Das Bier schmeckte ihnen nicht mehr, sie wurden immer aufgeregter, kriegten rote Köpfe und dann riefen sie „Ach wie gut, dass du nicht weißt, dass dies Dilemma uns zerreißt“, sprangen in die Luft und platzten. Das sah sehr lustig aus, wie eine Mischung aus Feuerwerk und Nordlicht und alle anderen freuten sich, dass diese Spielverderber endlich weg waren, und sie in Ruhe ihr Bier trinken konnten.

Von da an regierten Alice und Toni das Land, so wie es ihnen gefiel. Das währte allerdings nicht lange, denn das Klima änderte sich schnell und sie wurden bald von einem Extremregen in die Kanalisation gewaschen. Nachdem sie kurz grüßend in der Kläranlage auftauchten wurden sie schließlich in die Ostsee gespült und bei Sturm sahen die Fischer dann oft eine Art blonden Frosch aus den Wellen gucken und das Lied von dem Land, das über allem steht, singen. Zu dieser Zeit wurde auch berichtet, dass die Fischersfrau Ilsebill aus Boltenhagen ihren Mann auf dem Küchenstuhl festband, damit er nicht am Strand „Fischlein, Fischlein in dem Meer, komm und schwimme zu mir her. Meine Frau, die Ilsebill, will etwas, was ich nicht will!“ rief. Er hatte da wohl etwas missverstanden, weil ihm seine Hörgeräte über Bord gefallen waren. Kann ja passieren. Denn als Ilsebill aus Versehen mal ihre gute Brille aufgesetzt hatte, die sie ja eigentlich schonen wollte, war ihr nämlich aufgefallen, dass die AzD‘ler gar nichts anhatten, nicht mal einen Mankini. Das sah nun wirklich nicht gut aus und aus Stroh konnten sie eigentlich auch nur Scheiße machen. Und so etwas sollte man dann doch lieber in der Tiefsee lassen. Der Fischer und seine Frau sind dann beide in den Kreisverband der Grünen Nordwestmecklenburg eingetreten und wenn sie nicht gestorben sind, trinken sie dort noch immer alkoholfreies Bier und verteilen gute Brillen an Blinde.

Was nachher aus dem Land geworden ist, weiß ich nicht so recht. Was glaubt Ihr? Ratet doch mal! Wir sind ja hier nicht im Märchen und deshalb hängt ganz viel von Euch ab, was bei dieser Geschichte herauskommt.